Studieren in der Türkei – ein Vergleich

Istanbul

Der Hauptgrund für meinen Istanbulaufenthalt ist natürlich mein Studium an der Istanbul Üniversitesi. Die Sache ist eben, dass ich darüber noch nicht besonders viele Worte darüber verloren habe. Anfangs bedeutete Uni mit allen Angelegenheiten nämlich nur eins: Stress. Und dann wurde es irgendwann normal. Bis ich jetzt realisieren muss, dass dieser Normalstatus nur noch 4 Wochen für mich gilt. Und er sich von meinem Alltag in Bielefeld in doch einigen Punkten unterscheidet.

Generell studiere ich recht ähnliche Fächer in beiden Städten: International Studies in Management in Bielefeld, und Business Administration in Istanbul. Beides würde ich kurz und knapp mit „BWL auf Englisch“ übersetzen. Stimmt so natürlich nicht hundertprozentig, aber so bekommt man wenigstens eine passende Vorstellung von dem, was ich überhaupt mache.

Bewegtes Bild

Istanbul

Midterm-Klausuren abgehakt. Auch wenn es dieses Mal nicht ganz so gut lief, bin ich ziemlich zufrieden. Ich hatte nur zwei Tage Stress während der Lernphase, was echt ein riesiger Fortschritt ist, wenn ich an die letzten beiden Klausurphasen denke. Aber das gute Wetter muss ja auch angemessen genossen werden und somit war ich einen Nachmittag auf dem Hauptcampus der Bilgi-Universität, in dessen Bibliothek meine Mitbewohnerin ein paar ihrer Fotografien ausgestellt hat. (Instagram: @______bleu) Und da es dort, am Ende des Goldenen Horns, so schön ist, habe ich dort noch einige Zeit in der Sonne verbracht, gelesen und einfach das Wetter genossen.

Ja, das ist nicht superspannend, ich weiß, aber ich habe über den Tag ein paar Videosequenzen aufgenommen, und das dann mit bisschen Musik hinterlegt und daraus ein ziemlich umprofessionelles Video zusammengeschnitten. Aber es zeigt Istanbul und vor allem auch irgendwie mein Leben hier. Deshalb könnt ihr es euch jetzt nachfolgend anschauen:

Vor weniger Zeit sprach ich mit meinen Eltern über meine Vorstellungen für die Zukunft und ich informierte sie über ein paar mögliche Musterstudiengänge. Einer davon, zur Zeit ziemlich attraktiv für mich, in Berlin. Meine Mutter reagierte schockiert. Ich fragte sie, was sie an Berlin stören würde. Ihre Antwort:

„Berlin, das ist einfach zu groß.“

Sekundenschaf

Allgemein

Es gab Steine – Kappadokien

Reisen

Mitte März in Istanbul, 20.00 Uhr, Taşkışla Caddesi am Gezi Park, Taksim. Ein kühler, regnerischer Abend, an dem wir noch einige Zeit auf verschiedenste Dinge warten sollten, um dann gegen 23.00 Uhr endlich die Stadt zu verlassen. Unser Ziel war Zentralanatolien, um genauer zu sein: Kappadokien. Und wie sich das für Trips gehört, wird die erste Nacht im Bus verbracht, um sich morgens entspannt und gutgelaunt den ersten Aktivitäten zu widmen. Nicht. Völlig verschlafen wandelten wir Freitagmorgens aus dem Bus, wenigstens war es schön sonnig und auch schon ziemlich warm. Landschaft cool, unser Guide kann gut Englisch, wird schon okay, dachten wir. Bis wir realisiert hatten, dass wir oben sind. Und runter ins Tal müssen. 300 Treppenstufen, die in türkischer Manier natürlich auch alle unterschiedliche Höhen haben. Und später dann auch wieder hoch. Dennoch habe ich es genossen, in diesem Tal zu sitzen, etwas grün um mich herum, ein klarer Bach neben mir und einfach Ruhe. Der krasse Kontrast zu Istanbul, das ich 12 Stunden vorher verlassen hatte.